wer macht was er will

Letztes Jahr, gleicher Tag, gleicher Monat, gleicher Ort.

Von Sonne über Wolken.

Bis zu Regen.

Erneut Sonne.

Und schließlich ein Gewitter, das mit Hagelkörnern in der Handtasche endet.

Der Beginn des 29. Jahres.

 

Dieses Jahr, gleicher Tag, gleicher Monat, gleicher Ort.

Der Beginn des 30. Jahres.

Ein nassgrauer Tag.

Nassgraue Menschen.

Sie sind unterwegs.

Sie bringen – ohne Unterschied und doch jeder für sich allein – den Tag hinter sich.

Mit all seinen tatsächlichen und gefühlten Verpflichtungen.

Zwischen Pflicht und Lust.

Nassgrau.

 

Ob es vor 30 Jahren nassgrau war?

Doch dieses Nassgrau muss unsichtbar gewesen sein.

Verschleiert vom Samt der Nacht.

30 Jahre früher, gleicher Tag, gleicher Monat, anderer Ort.

Ein Mensch mehr auf dieser Welt.

Ein Mensch wie der Monat.

Der macht was er will.

 

30 Jahre später, gleicher Tag, gleicher Monat, anderer Ort.

Ein nassgrauer Tag.

Nassgraue Menschen.

Und beide machen, was sie wollen.

 

KW 15/12

izniak 04/2012

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