GEWINN… Unwort des Jahrzehnts?

Das Jahr ist gerade mal vier Wochen alt.

Und trotzdem gibt es schon wieder unzählige Wirtschaftsprognosen, Pläne zur Sanierung der Staatshaushalte, zur Rettung der Währung.

Versuche, Waffengesetze strenger oder Ratingeinflüsse weniger mächtig zu machen.

Gesetze, Petitionen.

Was steht hinter Versuchen, Plänen, Prognosen?

Mensch fragt sich auch in diesem noch jungen Jahr fast tagtäglich was davon zu halten ist.

Von all den Anstrengungen der vermeintlich Mächtigen und Wichtigen.

Fragt sich, wo noch Ethik und Moral Überhand haben.

Wo die Akteure noch von einer Muse des Nächstenwohls geküsst sind.

Wo Ratio noch stärker ist als Geltungsdrang und Gier.

Oder ob das Gros der Schaumschläger der Machtvergiftung und dem süßen Duft des Gewinns erlegen ist.

Der vermeintliche Gewinn, der so viel kostet.

Der vermeintliche Gewinn einiger weniger, der viele Menschen um ihren Lebensunterhalt bringt.

Wenn Gewinn plötzlich ein Grund ist, Menschen ihrer Existenz zu berauben oder privaten Unternehmen jeden Orakelspruch zu glauben, dann sollte das Wort „Gewinn“ vielleicht vor allen anderen Dingen durch Petitionen oder Gesetze eingeschränkt werden.

Wenn das Wort „Gewinn“ zum Gefrieren und schließlich Zerbrechen aller moralisch-ethischen Grundlagen unserer angeblich hoch entwickelten Gesellschaft führt, dann müsste es doch auf eine rote oder schwarze Liste.

Zumindest ist es prädestiniert als Unwort des Jahres.

Oder besser als Unwort des Jahrzehnts.

Findet Mensch.

Und das schon am Ende der vierten Woche dieses noch jungen Jahres.

KW 4/13

izniak 01/2013

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